Home · Lösungen · Virtualisierung

Arten der Virtualisierung

virtualisierung.gif, 15 kB

Unter Virtualisierung versteht man eine abstrakte Ebene, die physikalische Hardware vom Betriebssystem entkoppelt. Mit einer Virtualisierungssoftware wird es möglich, mehrere so genannte virtuelle Maschinen voneinander isoliert, und doch zugleich nebeneinander auf derselben physikalischen Maschine auszuführen. Die virtuellen Server können auch mit unterschiedlichen Betriebssystemen ausgestattet sein.

Hardware-Virtualisierung

Jede virtuelle Maschine verfügt über einen eigenen virtuellen Hardware-Satz, der zum Beispiel den Prozessor, den Arbeitsspeicher und die Netzwerkkarte umfasst. Darauf können das Betriebssystem und die Anwendungen geladen werden, wobei das Betriebssystem einen konsistenten und normalisierten Hardware-Satz erkennt, unabhängig von den tatsächlichen physikalischen Hardware-Komponenten.

Virtuelle Maschinen sind in Dateien eingekapselte Systeme, die schnell gespeichert, kopiert und bereitgestellt werden können. Komplettsysteme (voll konfigurierte Anwendungen, Betriebssysteme, das BIOS und die virtuelle Hardware) können aufgrund des Wegfalls von Ausfallzeiten und der Verlagerung der Anwendungen von mehreren auf einzelne Server in kurzer Zeit von einem physikalischen Server auf einen anderen verschoben werden.

Paravirtualisierung

Hierbei wird der Kernel der Gastsysteme so modifiziert, dass der Zugriff auf die Hardware über eine spezielle von der Virtualisierungssoftware bereitgestellte Schnittstelle erfolgt. Dadurch arbeitet die Paravirtualisierung schneller, da sie den Hardware-Zugriff nicht erst abfangen und dann emulieren muss. Die Modifikation des Kernels ist bei freien Betriebssystemen wie Linux oder BSD möglich, nicht aber bei proprietären Systemen wie Windows, was sie für eine Paravirtualisierung ungeeignet macht.